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Rückblick 11. SFZ Fachtagung in Kassel
MINT gemeinsam gestalten – Rückblick auf die 11. SFZ-Fachtagung in Kassel
Zwei Tage voller Austausch, neuer Ideen und spürbarer Aufbruchstimmung: Am 19. und 20. Januar 2026 wurde Kassel zum Treffpunkt der bundesweiten SFZ-Community. Zur 11. Fachtagung des Netzwerks der Schülerforschungszentren, gemeinsam mit Engagierten und Förderern aus der MINT-Bildung zusammen. Erstmals organisiert von der Stiftung Jugend forscht e. V., begrüßten das Schülerforschungszentrum Nordhessen (SFN) und der FutureSpace die Teilnehmenden als Gastgeber an der Albert-Schweitzer-Schule in Kassel.
Bereits die Führungen durch das SFN und den FutureSpace machten Appetit auf mehr: Werkstätten, Projektformate, spannende Technik – hier wurde konkret, wie freies Forschen für Kinder und Jugendliche auch altersunabhängig vor Ort gelingt. In drei parallellaufenden Workshops spiegelte sich anschließend die ganze Bandbreite aktueller Themen wider: Praxisnahe Beispiele vom SFN und vom SFZ Mittelhessen zeigten, wie Kooperationen zwischen Schulen und SFZ nachhaltig aufgebaut werden können – von regionalen MINT-Kongressen bis hin zu gemeinsamen Forschungsprojekten wie Wetterballonexperimenten.
Das SFZ Hamburg stellte gemeinsam mit der Körber-Stiftung das „Ideenlabor“ als niedrigschwelligen Einstieg ins freie Forschen vor – ein Format, das Jugendlichen Mut macht, eigene Projektideen zu entwickeln und weiterzuverfolgen. Die SFZ aus Rudolstadt und Gera präsentierten kompakte Methoden, mit denen aus Alltagsbeobachtungen tragfähige naturwissenschaftliche Fragestellungen entstehen.
Einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt setzte der wissenschaftliche Impuls von Kathrin Smolarczyk (Hochschule Rhein-Waal). Unter dem Titel „Nach dem ersten Funken: Was Kinder und Jugendliche wirklich hält – Erkenntnisse aus Forschung und Praxis“ ging sie der Frage nach, wie aus anfänglicher Begeisterung langfristiges Engagement wird. Anhand aktueller Forschungsergebnisse zeigte sie, welche Faktoren junge Menschen dauerhaft motivieren: Selbstwirksamkeitserfahrungen, verlässliche Begleitung, echte Gestaltungsspielräume und eine wertschätzende Feedbackkultur. Besonders eindrücklich war der Transfer in die Praxis: Konkrete „Hands-on“-Empfehlungen machten deutlich, wie SFZ-Strukturen so gestaltet werden können, dass Motivation nicht nur entfacht, sondern auch getragen wird. Der Impuls bot damit nicht nur Denkanstöße, sondern unmittelbar umsetzbare Anregungen für die tägliche Arbeit.
Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten wurde die Vielfalt der SFZ-Landschaft noch einmal sichtbar: Erprobte Veranstaltungsformate, Methoden, Experimente und Organisationsideen luden zum Austausch ein – inspirierend, kollegial und voller Tatendrang.
Besonders gefreut hat uns in diesem Jahr die Vielfalt der Teilnehmenden: Neben vielen erfahrenen „alten Hasen“, die das Netzwerk seit Jahren prägen, waren zahlreiche Personen zum ersten Mal dabei. Diese Mischung aus Erfahrung, frischen Ideen und neuen Perspektiven hat die Tagung spürbar belebt – offen, konstruktiv und mit viel Lust auf gemeinsames Weiterdenken. So darf es weitergehen!
Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen am 25. und 26. Januar 2027 bei der Kathinka-Platzhoff-Stiftung in Hanau. Bis dahin: im Austausch bleiben, Ideen weitertragen – und andere gern neugierig machen!